Währungstransfers vs. Forex-Broker: Was ist der Unterschied?

Währungstransfers

Aktualisiert am 19. Oktober 2026 von der Redaktion von broker-forex.eu

Der Begriff „Devisenbroker“ sorgt oft für Verwirrung. Viele verwenden ihn als Synonym für „Forex-Broker“, dabei handelt es sich um zwei gegensätzliche Geschäfte. Ein Geldtransferdienst ist ein Zahlungsdienstleister, mit dem Sie Geld zu einem besseren Kurs als bei Ihrer Bank umtauschen und ins Ausland überweisen. Ein Forex-Broker ist ein Wertpapierinstitut, über das Sie auf Währungen spekulieren, meist mit Hebel.

Der eine ersetzt Ihre Bank bei internationalen Überweisungen, der andere setzt Sie dem Marktrisiko aus. Die Verwirrung rührt auch daher, dass Unternehmen den Dienstleister, mit dem sie ausländische Lieferanten bezahlen, gern „Forex-Broker“ nennen. Die wesentlichen Unterschiede:

 GeldtransferdienstForex-Broker (Spekulation)
BeispieleWise, XEAvaTrade, XTB
Status in EuropaZahlungs- oder E-Geld-Institut (PSD2)Wertpapierinstitut (MiFID II)
Spekulative GeschäfteNeinJa
HebelKeinerBis 30:1 bei Hauptwährungen (Privatkunden, EU)
ZweckEine Immobilie oder einen Lieferanten im Ausland bezahlen, Geld an Angehörige schicken, Gehalt in Fremdwährung erhalten, auswandernAuf steigende oder fallende Währungspaare setzen, um Gewinn zu erzielen
KostenDurchschnittlich 0,2 % bis 1 % des Betrags, gegenüber 2 % bis 5 % bei der BankSpread, Kommissionen und Übernachtfinanzierung
Risiko für den KundenGering: abgesicherte Kundengelder, kein MarktverlustHoch: 74 % bis 89 % der Privatkundenkonten verlieren mit CFDs Geld
Nutzen, wenn …Sie Geld auf ein Auslandskonto schicken und die Bankgebühren schlagen wollenSie erfahrener Anleger sind und Kapital riskieren können, dessen Verlust Sie verkraften

Die besten Anbieter für Währungstransfers

Wir empfehlen zwei Anbieter, ausgewählt nach europäischer Regulierung, Finanzkraft und tatsächlichen Kosten: Wise und XE.

Wise (früher TransferWise), 2011 in London gegründet, verdankt seinen Erfolg einer einfachen Idee: zum mittleren Marktkurs umrechnen und die Gebühr getrennt ausweisen, ab 0,2 %, schon vor der Registrierung. Die durchschnittliche Gebühr sank im Sommer 2026 auf 0,49 % des Volumens. Die Gruppe nennt 19 Millionen aktive Kunden, über 243 Milliarden Dollar Überweisungsvolumen im letzten Geschäftsjahr und 78 % Sofortüberweisungen. Sie ist an der Nasdaq und in London notiert.

In Europa wird der Dienst von der Wise Europe SA erbracht, einem von der belgischen Nationalbank zugelassenen Zahlungsinstitut. Das Multiwährungskonto (über 40 Währungen, lokale Bankverbindungen in 22 Währungen) und die Karte machen Wise zur praktischsten Wahl für kleine und mittlere Beträge, Auswanderer, Grenzgänger und Freelancer.

XE, 1993 gegründet und seit 2015 im Besitz der Euronet Worldwide (NASDAQ: EEFT), ist für seinen kostenlosen Währungsrechner bekannt, der weltweit als Referenz gilt. Der Überweisungsdienst deckt über 130 Währungen und rund 190 Länder ab, mit einem Kursaufschlag von etwa 0,5 % bis 1 % auf den großen Strecken, oft ohne Fixgebühr.

In Europa ist die XE Europe B.V. ein von der niederländischen Zentralbank (DNB) zugelassenes Zahlungsinstitut. XE punktet bei großen Beträgen, exotischen Währungen, Barauszahlung über das Ria-Netz (über 500.000 Stellen) und Absicherungsinstrumenten für Unternehmen (Termingeschäfte bis 2 Jahre, Limit-Orders).

Wise oder XE?

KriteriumWiseXE
Aufsicht in EuropaBelgische NationalbankNiederländische Zentralbank (DNB)
PreismodellMittlerer Marktkurs + ausgewiesene Gebühr (ab 0,2 %)Aufschlag im Kurs (~0,5 % bis 1 %)
Transparenz vor AnmeldungVollständigEchter Kurs nach Login sichtbar
WährungenÜber 40 halten, Versand in rund 100Über 130 Währungen, ~190 Länder
MultiwährungskontoJa, lokale Daten in 22 WährungenJa (USD, EUR, GBP, AUD, NZD, CAD)
ZahlungskarteJaNein
Barauszahlung beim EmpfängerNeinJa, Ria-Netz
Währungsabsicherung (Unternehmen)NeinTermingeschäfte bis 2 Jahre, Limit-Orders
Am besten fürKleine und mittlere Beträge, AlltagGroße Beträge, exotische Strecken, Unternehmen

Die richtige Methode bleibt dieselbe: Simulieren Sie die Überweisung bei beiden und vergleichen Sie nur den Endbetrag, der beim Empfänger ankommt. Nur diese Zahl berücksichtigt Kursaufschlag und Gebühren zugleich.

Wie sparen Sie mit einem Geldtransferdienst?

Ein Geldtransferdienst arbeitet wie ein Großhändler: Er kauft Währungen in großen Mengen am Interbankenmarkt zu Kursen nahe dem Mittelkurs und gibt einen Teil des Vorteils an seine Kunden weiter. Zudem ist seine Kostenstruktur schlanker als die einer Bank: keine Filialen, rein digitale Abläufe und ein Status als Zahlungsinstitut, geregelt durch die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2, mit geringeren Kapitalanforderungen als eine Banklizenz.

Klassische Banken schlagen häufig 2 % bis 5 % auf den Wechselkurs auf, dazu kommen oft feste Gebühren für Auslandsüberweisungen außerhalb des Euroraums. Transferdienste liegen bei Hauptwährungen zwischen 0,2 % und 1 %, bei exotischen Währungen etwas höher. Konkret zahlen Sie im Schnitt drei- bis zehnmal weniger als bei Ihrer Bank.

Vergleichen Sie ein Angebot mit dem täglich von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Referenzkurs oder dem Mittelkurs eines Rechners wie dem von XE. Genau diesen Kurs werden Sie nicht erhalten: Der Anbieter verdient entweder über eine ausgewiesene Gebühr (Wise) oder einen Aufschlag im Kurs (XE). Wichtig ist, dass die Gesamtkosten niedrig sind und vor der Bestätigung feststehen.

Die „gebührenfrei“-Falle: Ein Dienst mit „0 € Gebühren“ kann komplett am Wechselkurs verdienen. Seit der EU-Verordnung 2019/518 müssen Anbieter in der EU Umrechnungsentgelte bei Kartenzahlungen als prozentualen Aufschlag auf den EZB-Referenzkurs angeben und die geschätzten Kosten einer Fremdwährungsüberweisung vor der Bestätigung anzeigen. Achten Sie auf diesen Prozentsatz.

Was sich 2025–2026 bei Überweisungen geändert hat

Der internationale Zahlungsverkehr hat sich deutlich verändert – überwiegend zum Vorteil der Verbraucher:

SEPA-Echtzeitüberweisung zum Normalpreis
Nach der EU-Verordnung 2024/886 müssen Banken im Euroraum seit Januar 2025 Echtzeitüberweisungen empfangen und seit dem 9. Oktober 2025 versenden können – zum gleichen Preis wie eine Standardüberweisung. In Euro ist das Geld in Sekunden da.
Empfängerüberprüfung
Seit dem 9. Oktober 2025 muss die Bank vor einer Euro-Überweisung prüfen, ob der Empfängername zur IBAN passt. Ein nützlicher Schutz vor Betrug und Tippfehlern.
Schnellere, günstigere Anbieter
78 % der Wise-Überweisungen erfolgen sofort, die Durchschnittsgebühr ist auf 0,49 % gesunken. XE hat Ende 2025 sein Multiwährungskonto in Europa eingeführt. Der Wettbewerb kommt direkt den Kunden zugute.

Diese Fortschritte betreffen vor allem Euro-Überweisungen. Sobald eine Währungsumrechnung nötig ist (Euro in Dollar, Pfund, Schweizer Franken, türkische Lira …), ist die Bank meist deutlich teurer als ein spezialisierter Dienst – genau hier sparen Wise oder XE wirklich Geld. Zudem wurde die Geldwäscheprävention verschärft: Rechnen Sie bei größeren Beträgen mit Nachweisen zur Herkunft der Mittel, unabhängig vom Anbieter.

Wie verdienen Geldtransferdienste Geld?

Sie verkaufen Ihnen Währungen etwas teurer, als sie sie einkaufen, oder erheben eine ausdrückliche Gebühr. Dass sie deutlich günstiger als Banken sind, hindert sie nicht daran, profitabel zu sein: Sie gleichen niedrige Margen durch enorme Volumina aus.

Ein Beispiel macht es anschaulich:

  • Julia muss 10.000 € in US-Dollar für einen Kauf in den USA überweisen. Ihre Bank verlangt 25 € Fixgebühr und schlägt 2 % auf den Kurs auf, also 200 €. Gesamt: 225 €.
  • Sie simuliert dieselbe Überweisung bei einem Transferdienst, der insgesamt 0,5 % kostet, also 50 €, ohne Fixgebühr. Sie spart 175 €, fast 78 % der Bankkosten.
  • Der Anbieter hat seine Dollar zu Kosten von etwa 0,1 % am Interbankenmarkt beschafft. Von den 50 € bleibt ihm eine Bruttomarge von rund 40 €, vor Betriebs-, Compliance- und Zahlungskosten.

Der Ablauf einer Überweisung:

  1. Anmeldung und Identitätsprüfung. Vorgeschrieben durch die EU-Geldwäscheregeln: Ausweis, teils Adressnachweis und bei großen Beträgen Herkunftsnachweis der Mittel.
  2. Simulation oder Angebot. Sie geben Betrag und Währungen ein; der Anbieter zeigt Kurs, Gebühren und den genauen Empfangsbetrag. Vergleichen Sie ihn mit einem anderen Anbieter.
  3. Kursfixierung. Wenn das Angebot passt, bestätigen Sie es: Der Kurs ist für eine angegebene Zeit garantiert, und Sie verpflichten sich zur Finanzierung.
  4. Finanzierung. Sie überweisen Ihr Geld in Ihrer Währung (am günstigsten) oder zahlen per Karte (schneller) auf ein abgesichertes Konto des Anbieters.
  5. Umrechnung und Auszahlung. Das Geld wird umgerechnet und auf das Empfängerkonto gezahlt, oft über lokale Zahlungssysteme im Zielland – ohne Gebühren zwischengeschalteter SWIFT-Banken.

Währungsdienste für Unternehmen

Bei KMU sind Währungsdienste besonders gefragt, denn ihre Bedürfnisse sind komplexer: mehrere Währungen, Dutzende Zahlungen pro Monat, ein zu steuerndes Währungsrisiko, Zahlungseingänge in Fremdwährung und manchmal schneller Beratungsbedarf. Ein Großkonzern bekommt all das zu besten Konditionen von seiner Bank, ein KMU nur selten.

KategorieWährungsdienst für UnternehmenKlassische Bank
AnsprechpartnerOnline-Plattform, eigener Betreuer bei großen VoluminaBankberater ohne direkten Zugang zum Devisenhandel
WechselkursNiedrige Margen (0,2 % bis 1 %)Hohe Margen (1,5 % bis 5 %)
ÜberweisungsgebührenKeine oder niedrig, vor Bestätigung angezeigtFixgebühren für Auslandsüberweisungen
WeiterleitungOft über lokale Zahlungssysteme, ohne ZwischenbankÜber SWIFT, mit möglichen Zwischengebühren
FremdwährungseingängeLokale Bankdaten in USD, GBP, CAD, AUD …Selten ohne Auslandskonto möglich
WährungsabsicherungTermingeschäfte und Limit-Orders bei manchen Anbietern (XE)Verfügbar, aber großen Kunden vorbehalten
PlattformSammelzahlungen, API, Buchhaltungsanbindung, KursalarmeOnline-Funktionen fürs Ausland oft begrenzt

Für ein Unternehmen mit künftigen Rechnungen in Fremdwährung ist das Management des Währungsrisikos oft entscheidend: Einen Kurs Monate im Voraus festzulegen, sichert die Marge – ganz ohne Spekulation.

Sollte ich mit Devisenhandel Geld verdienen?

Bisher ging es um Transferdienste, die Geld bewegen. Nun zur anderen Seite des Devisenmarkts: Forex-Trading mit Gewinnabsicht.

Eine Zahl vorab: Laut den Risikohinweisen, die europäische Broker veröffentlichen müssen, verliert die große Mehrheit der Privatkundenkonten mit CFDs Geld, auch mit Devisen-CFDs (laut ESMA 74 % bis 89 %). Das ist kein bloßer Pflichthinweis, sondern ein ernstzunehmendes Signal.

Im Kern ist Forex-Trading eine Wette auf die Richtung eines Währungspaars*. Diese Wette wird meist mit dem Hebel des Brokers eingegangen, sodass jede Kursbewegung verstärkt wird – nach oben wie nach unten.

* Währungen werden paarweise notiert; am meisten gehandelt wird EUR/USD. Notiert EUR/USD bei 1,1500, bekommt man für einen Euro 1,15 Dollar. Kaufen Sie bei 1,1500 und steigt das Paar auf 1,1600, gewinnen Sie einen Cent pro Euro. Fällt es auf 1,1400, verlieren Sie einen Cent pro Euro.

Warum ist Forex trotz der Verluste so beliebt?

Der Devisenmarkt unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von anderen Märkten. Erstens gibt es kaum Insiderinformationen: Wechselkurse hängen von realen Geldströmen und makroökonomischen Faktoren (Leitzinsen, Inflation, Wachstum) ab, die für alle gleichzeitig veröffentlicht werden.

Zweitens hat Forex keine zentrale Börse. Es ist ein außerbörslicher Interbankenmarkt, der rund um die Uhr von Sonntagabend (gegen 22 Uhr GMT) bis Freitagabend geöffnet ist. Trader können sofort auf Nachrichten reagieren und außerhalb ihrer Arbeitszeit handeln.

Drittens ist er mit Abstand der größte Finanzmarkt der Welt. Laut der im September 2025 veröffentlichten dreijährlichen Umfrage der BIZ werden täglich durchschnittlich 9,6 Billionen Dollar umgesetzt (April 2025), 28 % mehr als 2022. Der Dollar ist an 89 % der Geschäfte beteiligt, der Euro an 28,9 %; London bleibt mit 38 % des Weltvolumens der wichtigste Handelsplatz.

Diese außergewöhnliche Liquidität ermöglicht enge Spreads und hohe Hebel – und genau dieser Hebel lockt Spekulanten an und erklärt, warum die meisten verlieren.

Ist Forex ein Nullsummenspiel?

Bei einem Nullsummenspiel gleichen sich die Gewinne eines Teilnehmers exakt mit den Verlusten der anderen aus. Poker ist ein Beispiel: Man kann nur auf Kosten der Mitspieler gewinnen.

Technisch ist der Devisenkassamarkt ein Nullsummenspiel: Da Währungen paarweise gehandelt werden, entspricht der Gewinn des Käufers eines EUR/USD-Lots dem Verlust des Verkäufers. Man hat eingewandt, dass nicht alle Teilnehmer spekulieren (ein Tourist, der Euro in Dollar tauscht, kümmert sich nicht um den Kursverlauf), doch das ändert nichts daran, dass die Summe aller Gewinne der Summe aller Verluste entspricht.

Für den privaten Trader ist Forex sogar ein Negativsummenspiel: Handelskosten (Spread, Kommissionen, Finanzierung) drücken die Summe aus Gewinnen und Verlusten unter null.

Null- oder Negativsumme: Was bedeutet das?

Manche verweisen auf den „Ruin des Spielers“: In einem fairen Spiel zwischen zwei Parteien, das bis zur Pleite eines Spielers läuft, geht der schwächer kapitalisierte mit viel höherer Wahrscheinlichkeit pleite. Da der Privattrader gegen einen Markt mit weit mehr Kapital spekuliert, dürfte er meist verlieren – was sich mit der Beobachtung deckt, dass die große Mehrheit der Privattrader verliert.

Dass Forex ein Null- oder Negativsummenspiel ist, verhindert keine Gewinne. Es heißt nur, dass Ihre Gewinne zulasten anderer Marktteilnehmer gehen. Qualifizierte Trader können durchaus profitabel sein.

Der Hebel macht Devisenhandel gefährlich

Eines der wichtigsten Verkaufsargumente von Forex ist der hohe Hebel vieler Broker. Er ist ein zweischneidiges Schwert: Er steigert Renditen in guten Zeiten und Verluste, wenn sich der Markt gegen Sie wendet. In der EU begrenzt die ESMA den Hebel für Privatkunden seit 2018 auf 30:1 bei Hauptwährungspaaren und 20:1 bei anderen: Mit 1.000 € Margin bewegen Sie bis zu 30.000 € EUR/USD, und 1 % Kursbewegung bedeutet 300 € Gewinn oder Verlust, also 30 % des eingesetzten Kapitals. Lesen Sie hier, wie der Hebel funktioniert.

Lassen sich Wechselkurse mit Charttechnik vorhersagen?

Die technische Analyse geht davon aus, dass sich aus historischen Kursbewegungen die aktuelle Marktlage ableiten und künftige Bewegungen möglicherweise vorhersagen lassen. Ihre Anhänger meinen, dass alle Informationen im Kurs enthalten sind. Techniker nutzen die Kurshistorie, um Unterstützungen und Widerstände zu bestimmen, und suchen nach wiederkehrenden Mustern wie in der Elliott-Wellen-Theorie.

Kritiker bringen drei Haupteinwände vor:

1) Es gibt keinen Beweis, dass sie funktioniert

Der Einwand ist zu pauschal: Es wird nie bewiesen werden, dass jede Form der Charttechnik immer funktioniert, doch mehrere Studien legen nahe, dass manche Methoden Kursbewegungen vorhersagen können und dass wirksame Methoden je nach Markt und Phase wechseln.

2) Sie funktioniert nur als sich selbst erfüllende Prophezeiung

Das kommt vor (etwa Verkaufswellen, wenn eine Aktie unter ihren 200-Tage-Durchschnitt fällt), doch die Vielzahl an Teilnehmern und Strategien, auch fundamentalen, macht eine systematische Selbsterfüllung unwahrscheinlich.

3) Kurse sind zufällig

Das ist die Random-Walk-Theorie, die Burton Malkiel 1973 mit „A Random Walk Down Wall Street“ populär machte: Märkte seien effizient, der Kurs schwanke zufällig um seinen inneren Wert. Der Unterschied zur Charttechnik liegt im Glauben, dass diese Anpassung vorhersehbaren Mustern folgt. Damit verwandt ist das Konzept des Ruins des Spielers, das auf Forex übertragen wurde, um zu zeigen, dass Trader am Ende ihr ganzes Kapital verlieren können.

Die besten Forex-Broker (Spekulation)

Wir haben diesen Ratgeber mit den besten Transferdiensten begonnen, die Geld sparen, und dann die Risiken der Spekulation erläutert. Der Grund: Während ein Transferdienst Ihnen bei einer Überweisung Geld spart, setzt Sie ein Forex-Broker einem Verlustrisiko aus, das die meisten Privatanleger unterschätzen. Gewinne sind möglich, aber eine Warnung ist angebracht. Wenn Sie traden möchten, wählen Sie einen in Europa regulierten Broker, der die ESMA-Hebelgrenzen und den Schutz vor negativem Kontosaldo anwendet:

#BrokerNoteRegulierungAusführungAktionen
1AvaTrade★★★★★ 4,6/5
CBIASICFSCAJFSABVI FSCFSRA
Market Maker (Dealing Desk)
2XTB★★★★★ 4,6/5
KNFCySECFCADFSA
No Dealing Desk
3VT Markets★★★★ 4,0/5
ASICFSCAFSC
STP / ECN
4HFM★★★★ 4,3/5
CySECFCADFSAFSCAFSA
STP / ECN
5ActivTrades★★★★ 4,3/5
CMVMFCASCBBACEN
No Dealing Desk
6XM★★★★ 4,3/5
CySECASICDFSAIFSC
Market Maker (Dealing Desk)
7LiteFinance★★★★ 4,0/5
CySECFSCSVG FSA
ECN / STP
8Plus500★★★★ 4,0/5
CySECFCAASICMASFSCADFSA
Market Maker (Dealing Desk)

ASIC: Australien • BACEN: Brasilien • BVI FSC: Britische Jungferninseln • CBI: Irland • CMVM: Portugal • CySEC: Zypern • DFSA: Dubai • FCA: Vereinigtes Königreich • FSA: Seychellen • FSC: Mauritius • FSCA: Südafrika • FSRA: Abu Dhabi • IFSC: Belize • JFSA: Japan • KNF: Polen • MAS: Singapur • SCB: Bahamas • SVG FSA: St. Vincent und die Grenadinen

⚠️ CFDs sind komplexe Instrumente mit Hebelwirkung: 70 bis 80 % der Konten von Privatanlegern verlieren beim CFD-Handel Geld.

Fazit

  • Geldtransferdienste rechnen um und überweisen Geld ins Ausland, drei- bis zehnmal günstiger als eine Bank. Wir empfehlen zwei: Wise für kleine und mittlere Beträge und den Alltag, XE für große Beträge, exotische Währungen und Unternehmen.
  • Es sind in Europa regulierte Zahlungsinstitute (belgische Nationalbank für Wise, DNB für XE), die Kundengelder absichern, aber keine Einlagensicherung wie eine Bank bieten.
  • Sie ermöglichen keinerlei spekulativen Handel.
  • Spekulativer Devisenhandel läuft über einen Forex-Broker mit gehebelten Positionen, für Privatkunden in der EU auf 30:1 bei Hauptwährungen begrenzt.
  • Die große Mehrheit der Privatkundenkonten verliert mit Forex-Brokern Geld: Viele behandeln Trading wie ein Spiel, nutzen den maximalen Hebel, wählen teure Broker oder setzen auf zweifelhafte Methoden.
  • Entscheidend ist, den richtigen Forex-Broker-Typ zu wählen, ordnungsgemäß reguliert und in Ihrem Land zugelassen.

Häufige Fragen: Währungstransfers vs. Forex-Broker

Was ist der Unterschied zwischen einem Geldtransferdienst und einem Forex-Broker?▾

Ein Transferdienst rechnet Geld zum besten Kurs um und überweist es ins Ausland; er ist ein Zahlungsinstitut. Ein Forex-Broker ermöglicht die Spekulation auf Währungen mit Hebel; er ist ein nach MiFID II reguliertes Wertpapierinstitut. Das eine ist ein nützlicher Alltagsdienst, das andere ein riskantes Trading-Werkzeug.

Welche Transferdienste empfehlen Sie?▾

Wir empfehlen Wise, das zum mittleren Marktkurs mit ausgewiesener Gebühr ab 0,2 % umrechnet, und XE, das über 130 Währungen abdeckt sowie Barauszahlung und Währungsabsicherung bietet. Wise ist bei kleinen und mittleren Beträgen oft am günstigsten, XE bei großen Überweisungen und exotischen Währungen stark.

Kann man mit einem Transferdienst traden?▾

Nein. Transferdienste bieten weder Spekulation noch Hebel. Sie dienen ausschließlich dem Umtausch und der Überweisung von Währungen für private oder geschäftliche Zwecke.

Warum einen Transferdienst statt einer Bank nutzen?▾

Weil sie in der Regel bieten:

  • Wechselkurse viel näher am Mittelkurs;
  • kaum oder keine Fixgebühren;
  • schnellere, oft sofortige Überweisungen;
  • Multiwährungskonten zum Empfangen und Halten von Devisen.

Ihre Margen (0,2 % bis 1 %) sind drei- bis zehnmal niedriger als bei Banken (2 % bis 5 %).

Wie verdient ein Transferdienst Geld?▾

Entweder über einen kleinen Aufschlag auf den Interbankenkurs (Modell XE) oder durch Umrechnung zum echten Kurs plus ausgewiesene Gebühr (Modell Wise). In beiden Fällen bleiben die Kosten deutlich unter denen einer Bank; die Rentabilität kommt über das Volumen.

Sind Transferdienste sicher?▾

Seriöse Anbieter sind in einem EU-Land als Zahlungs- oder E-Geld-Institut zugelassen und per EU-Pass in Deutschland, Österreich usw. tätig: Wise über die belgische Nationalbank, XE über die niederländische Zentralbank. Sie müssen Kundengelder absichern, diese fallen aber nicht unter die Einlagensicherung für Bankguthaben. Prüfen Sie die Zulassung in der Unternehmensdatenbank der BaFin.

Was genau ist ein Forex-Broker?▾

Eine Plattform, mit der man:

  • Währungspaare handelt (EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY, EUR/CHF …);
  • einen Hebel nutzt, für Privatkunden in der EU auf 30:1 bei Hauptwährungen begrenzt;
  • auf steigende oder fallende Märkte spekuliert.

Es handelt sich also um ein Anlageprodukt, keinen Zahlungsdienst.

Ist Forex-Trading riskant?▾

Ja, sehr. Laut den Risikohinweisen europäischer Broker und der ESMA verlieren 74 % bis 89 % der Privatkundenkonten mit CFDs Geld, wegen Hebel, Kosten und fehlender Erfahrung.

Wann sollte man einen Transferdienst nutzen?▾

Ideal für:

  • den Kauf einer Immobilie im Ausland;
  • Geld an Angehörige im Ausland schicken;
  • Gehalt oder Rechnungen in Fremdwährung erhalten (z. B. als Grenzgänger in der Schweiz);
  • ausländische Lieferanten bezahlen;
  • in Dollar erzielte Gewinne in Euro zurückholen.
Kann man beide Dienste nutzen?▾

Ja, das ist sogar üblich. Man kann:

  • einen Transferdienst für Überweisungen und Umtausch;
  • einen regulierten Forex-Broker für spekulative Geschäfte nutzen.

Ein Trader kann etwa Auszahlungen seines Brokers in Dollar auf ein Wise-Konto erhalten und sie dann zum echten Kurs in Euro umtauschen.